Aktuelles

Corona-Pandemie – Sondermeldung.

Ich setze meinen Unterricht fort.

Dabei sind mir die Gesundheit meiner SchülerInnen und meine eigene besonders wichtig. Deshalb: Ich stelle vor den Räumen Desinfektionsmittel bereit und organisiere die Stunden so, dass ich zwischen jeder Unterrichtseinheit eine Viertelstunde lüften kann. Außerdem sind wir stets nur zu zweit. Eine „Massenansteckung“ ist also nicht möglich.

Hinzu kommt, dass ich nur mit MNS und einem sogenannten Spuckvisier unterrichte. Das sind Visiere, mit denen es sich einerseits gut singen lässt und andererseits jedoch Tröpcheninfektionen wirkungsvoll vorbeugt. Dieses Visier müssen die Schüler zum Unterricht selber mitbringen. Es ist wichtig, dass jeder nur sein eigenes Visier benutzt um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Seit der Wiederaufnahme des Unterrichts am 08. Juni 2020 hat das auch alles hervorragend geklappt. Niemand von meinen SchülerInnen hat sich seither angesteckt, und ich Gott sei Dank auch nicht.

Natürlich halten wir auch im Unterricht entsprechend  Abstand und verzichten aufs Händeschütteln oder Umarmen. Auf diese Weise lässt sich die Gefahr einer Infektion deutlich verringern.

Bisher haben alle diese Maßnahmen hervorragend geklappt. Wir alle sind gesund geblieben und dies soll auch so bleiben.

Ich freue mich sehr und hoffe, dass der Unterricht dauerhaft wie gewohnt weiterlaufen kann. Deshalb ermutige ich Neu-InteressentInnen, sich für eine Probestunde zu melden. Weitere Informationen gerne von mir am Telefon.

Ihre Charlotte von Ketzlick,

6. Februar 2021

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Eine Riesennachricht für alle Musiker: Das sogenannte Trompeten-Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe (vom 26.10.18) stärkt unsere Rechte als Musiker. Eine unter dem Aktenzeichen V ZR 143/17 geführte Verhandlung kommt zu dem Schluss, dass Musiker (insbesondere Berufsmusiker) auch zu Hause üben können müssen. Ausgelöst worden war die Auseinandersetzung durch einen Trompeter in Augsburg, dem das dortige Landgericht nur zehn Stunden pro Woche genehmigt hat.
Da das Üben von Gesangslinien – etwa Tonleitern oder Intervallen – deutlich leiser ist als die meisten Blasinstrumente, Klavier oder Gitarren, dürfen wir hoffen, dass der eine oder andere querständige Nachbar unter Verweis auf dieses Urteil doch ein wenig mehr Einsehen hat.

Ich sage zu dem Thema immer: Gute Musik wollen sie alle – in den Konzerten, auf CD oder beim Downloaden. Dass wir Musiker aber auch Üben können müssen, sieht der Nichtmusiker leider häufig nicht ein. Allerdings gilt auch nach dem Urteil des BGH im Zweifel die Abklärung des Einzelfalls. Dennoch ist und bleibt das Urteil ein wichtiges Signal: Musikmachen gehöre, wie die vorsitzende Richterin erläutert hat, zur menschlichen Entfaltung. Na, wenn das kein Aufruf ist … -)).

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Apropos Üben. Bitte denken Sie daran: Lieber täglich zehn, fünfzehn oder zwanzig Minuten Gesang üben als ein Mal in der Woche drei Stunden. Das Gehirn braucht – gerade in der Anfangsphase – ständige Erinnerung und den Zufluss von außen. Erst so kann die relativ kurze, sogenannte kognitive Phase (in der Sie sich ständig konzentrieren müssen) in die psychomotorische Phase übergehen, in der auf Dauer alles richtig installiert ist. Das fühlt sich beim Singen dann so an: Wow! Das geht ja alles automatisch! Ich fühle mich tonal sicher, die Intervalle kommen sauber und die jeweils zu erarbeitende Melodie ist sicher erfasst.